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Mobbing hört nicht am Bildschirmrand auf – es trifft echte Herzen

Tia

Teammitglied
Modi
Heute habe ich sehr lange mit einer jungen Frau telefoniert. Nennen wir sie Kathrin.
Kathrin hat eine Behinderung. Sie kann nicht so gut sprechen wie andere. Worte fallen ihr manchmal schwer. Aber was ihr niemals schwerfällt, ist zu fühlen. Und genau dort trifft sie das, was ihr auf TikTok angetan wird.
Sie wird angeschrieben.
Sie wird verspottet.
Sie wird nachgeahmt.
Sie wird klein gemacht.
Immer und immer wieder.
Menschen schreiben Nachrichten, die sie vielleicht nach zehn Sekunden wieder vergessen. Für Kathrin bleiben diese Worte. Sie setzen sich fest. Sie werden zu Zweifeln. Zu Scham. Zu Traurigkeit. Zu Tränen.
In unserem Gespräch habe ich gemerkt, wie tief dieses Leiden in ihr sitzt. Wie sehr sie versucht, stark zu sein. Wie sehr sie dazugehören möchte. Und wie sehr es weh tut, immer wieder das Gefühl zu bekommen, nicht „richtig“ zu sein.
Und wisst ihr was? Sie ist richtig. Genau so, wie sie ist.
Wir haben lange gesprochen. Über Möglichkeiten, sich Hilfe zu holen. Über Anlaufstellen. Über Menschen, die sie unterstützen können. Über das Blockieren, Melden, über Schutzräume. Aber vor allem haben wir über ihren Wert gesprochen. Über ihre Würde. Über ihre Stärke.
Und langsam wurden ihre Tränen weniger.
Nicht, weil das Problem verschwunden ist.
Sondern weil sie sich nicht mehr ganz allein gefühlt hat.
Mobbing im Internet ist kein „Spaß“. Kein „Kommentar“. Kein „War doch nicht so gemeint“. Es ist ein Schlag – manchmal jeden Tag. Und besonders Menschen mit Behinderung sind oft leichte Ziele für jene, die selbst kein Mitgefühl gelernt haben.
Ich möchte hier an alle appellieren:
Wenn ihr Teil einer Community seid – egal wo – dann übernehmt Verantwortung.
Schaut nicht weg.
Lacht nicht mit.
Schweigt nicht.
Unterstützt diese Menschen.
Schreibt ihnen etwas Freundliches.
Meldet Hass.
Steht füreinander ein.
Öffnet euer Herz.
 
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