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Gelöschtes Mitglied
Gast
Triggerwarnung
In diesem Text geht es um psychische Überlastung, instabile Beziehung, verweigerte Therapie, emotionale Ambivalenz und den Alltag eines alleinverantwortlichen Vaters mit Autismus und ADHS.
Hallo zusammen,
ich bin 34, männlich, Autist mit ADHS und Vater von drei kleinen Kindern.
Wir sind getrennt, aber wohnen immer noch zusammen.
Nicht, weil ich das will, sondern weil es im Moment keine machbare Alternative gibt.
Die Kinder sind bei mir. Ich bin allein verantwortlich.
Bei ihr wurde eine Borderline-Störung diagnostiziert, mit stark ausgeprägten narzisstischen Mustern.
Manche Tage wirkt sie wie die beste Partnerin, die man sich vorstellen kann.
Sie ist dann aufmerksam, freundlich, verständnisvoll.
Aber plötzlich kippt alles.
Ohne Ankündigung. Ohne ersichtlichen Grund.
Dann beginnt dieses typische Hin und Her:
„Sei bei mir. Geh weg. Rede mit mir. Halte den Mund. Komm näher. Lass mich in Ruhe.“
Für die Kinder ist das kaum zu ertragen. Für mich genauso.
Ich habe alles versucht:
Gespräche, Therapie, Klinik, Unterstützung.
Es wurde immer abgelehnt. Radikal. Ohne Ausnahme.
Wenn ich ruhig anspreche, dass ihr Verhalten nicht geht, passiert fast immer dasselbe:
Sie geht ins Bad, schließt sich ein und dissoziiert.
Stundenlang kein Kontakt. Keine Verantwortung. Keine Rückmeldung.
Danach mache ich weiter. Wie immer. Allein.
Ich organisiere Schule, Betreuung, Struktur, Ernährung, emotionale Stabilität.
Und ich arbeite in Vollzeit selbstständig als IT-Dienstleister.
Nicht, weil ich es muss.
Sondern weil ich diesen Beruf liebe
Er gibt mir Halt, Sinn, Fokus. Ohne ihn würde ich innerlich zerfallen.
Aber selbst die beste Arbeit wird zur Belastung, wenn ringsum alles instabil ist.
Ich schreibe das hier, weil ich weiß, dass ich nicht der Einzige bin.
Und ich hoffe, dass hier Menschen sind, die sowas erlebt haben.
Danke fürs Lesen.
Alex
Wie schützt man Kinder in so einem Umfeld?
Wie bleibt man selbst handlungsfähig, wenn man innerlich fast zerbricht?